Maddy in Tansania


Hallo!


Nun bin ich doch schon wirklich über zwei Monate hier in Tansania. Ich kann es gar
nicht glauben, weil die Zeit einfach so schnell vorbei geht. Vor knapp sechs Wochen bin ich endlich an meinem endgültigen Einsatzort angekommen. Er liegt ganz im Süden Tansanias und ist nicht weit von Mosambik entfernt. Am oberen Ende des Flugstreifens, den ich zum Joggen nutze, kann man unser Nachbarland bei guter Sicht sogar sehen.

Nach unserer Ankunft hieß es erst einmal: Gelände kennenlernen. Und das ist riesig. Mit Krankenhaus, Handwerkerschule, Mädchenschule, Grundschule, deutscher Schule, Verwaltungsstelle und einigen Häusern zum Wohnen, Kindergarten und Waisenheim. In meinen Aufgabenbereich fällt die Deutsche Schule, an der ich zusammen mit Marius drei Klassen unterrichte. Das bedeutet, dass einer von uns immer zwei Klassen parallel unterrichten muss.

Nach der Einschulungsfeier für die neuen Erstklässler, konnte der Unterricht starten. Das Problem war nur, dass der Container mit dem gesamten Schulmaterial im Hafen von Dar es Salaam lag und erst 3 Wochen nach Schulbeginn mit einigen Schwierigkeiten hier eintraf. Aber seit letzter Woche ist endlich alles da. Die Arbeit mit den Kindern macht mir richtig Spaß und ich bin Gott sehr dankbar, dass ich an dieser Stelle sein darf.

Neben der Schule gibt es auch ein Waisenheim, in das ich regelmäßig mit Jana, Jonas und Kristin gehe. Die Kinder freuen sich jedes Mal riesig uns zu sehen und wir haben sie echt ins Herz geschlossen. Wir dürfen hier bei Allem helfen was so anfällt. Sei es Füttern, Baden, Wickeln oder ins Bett bringen. Die Geschichten dieser Kinder sind sehr bewegend und manchmal nur schwer zu ertragen. Umso größer ist die Freude, wenn wir sie Lachen sehen! Auf dem Foto
oben ist meine Kleine, die ich immer mal wieder mit nach Hause nehme. Sie ist
einfach goldig!

Was mir zusätzlich richtig Spaß macht, ist auf die Fußballspiele hier zu gehen und die Mannschaft unserer Handwerkerschule anzufeuern. Mir wurde aber gesagt, dass im Dorf auch Champions-League geschaut werden kann! Das wäre schon cool!
Meine neue Gemeinde ist die Kanisa la Biblia, in der ich mich sehr wohl fühle. Das liegt vor allem daran, dass es eine richtig tolle Lobpreiszeit gibt, auch wenn manche Lieder wirklich in Dauerschleife gesungen werden. Ein Lied wie: „Welch ein Freund ist unser Jesus“ hat es als: „Yesu ni rafiki yetu“ in das Gesangsbuch geschafft. Marius und ich dürfen uns hier auch am Mischpult austoben und sind für die Tontechnik verantwortlich.

Also: Ihr merkt hoffentlich, dass es mir hier richtig gut geht und ich mich eingelebt habe. Auch die Schlangen, Vogelspinnen und Skorpione sind nicht weiter schlimm, man gewöhnt sich doch an alles. Auch an eine Ameisenstraße in der Dusche.:)

Maddy

Hier trägt man so ziemlich alles auf dem Kopf...

Unsere Mannschaft in Aktion

Maddy mit Kindern aus dem Waisenheim


" Es ist super aus der bekannten Umgebung rauszukommen und man lernt richtig viel durch und über den Umgang mit anderen Menschen aber auch über sich selbst, zum Beispiel, dass ich gerne ältere Gäste bediene. "

Regine, England